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EBSW - Wort auf den Weg 3/2016

Liebe Mitglieder und Freunde des EBSW!

Der Monatsspruch für den Dezember 2016 heißt: „Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.“ (Psalm 130,6)

Ich möchte heute mit Ihnen über diesen Psalmvers nachdenken. Wir gehen ja mit großen Schritten auf die Advents- und Weihnachtszeit zu. Das ist eine Zeit des Wartens und der Vorbereitung. Wir bereiten uns darauf vor, dass die Geschichte von Jesu Geburt in uns anklingt, dass Gottes Sohn bei uns einzieht. Wir warten darauf, dass er unsere Herzen erreicht und wir ein wenig von der Weihnachtsfreude spüren, die jedes Jahr viele Menschen erfüllt – auch in unserer Zeit, in der vieles Angst macht und in der Sorgen auf uns lasten. Wir warten darauf, dass die Weihnachtsfreude uns erreicht. Es ist die Freude, dass Gott zu uns kommt, mit uns ist, uns beisteht. Er ist es, der bleibt, durch alle Zeit hindurch, durch alles Erleben von uns Menschen, in Freude und Not.

So schnell ist das Jahr vergangen und schon kommt wieder die kalte Jahreszeit. In dieser Zeit sehne ich mich besonders nach Wärme und Geborgenheit, erst recht in den Nächten, in denen ich nicht schlafen kann, weil etwas nicht in Ordnung ist. Solche Nächte machen mir Angst. Ich warte auf den Morgen, darauf, dass die Nacht dem neuen Morgen weicht, in mir und für mich. Meine Seele wartet auf den Herrn und damit auf einen angstfreien Tag. Ich glaube schon, dass nachts sehr viel mehr Gebete zum Himmel geschickt werden als tagsüber. Und ich weiß, meine Seele braucht Gottes Nähe.

Auch die Wächter warten darauf, dass nach der Nacht ein neuer Morgen kommt. Dann durchströmt vielleicht der Duft von Zimt, Orangen und Wachs die Luft. Die ersten Kerzen werden angezündet. Ich darf erfahren, dass Gott wieder bei uns einziehen wird mit Zuversicht und Hoffnung. Ich verlasse mich auf ihn und weiß mich gehalten durch ihn. Er ist bei mir, auch in Zeiten, in denen ich Angst habe. Und wann immer wir in unserem Leben erfahren, dass ein neuer Tag anbricht, dass etwas gut weitergeht oder dass wir Kraft bekommen für unser Leben, dass uns jemand zur Seite steht oder wir uns einfach bei Gott geborgen fühlen, dann dürfen die angstvollen Gebete der Nacht gerne auch zu Dankgebeten werden. Und wir stimmen ein in die Lieder der Weihnachtszeit:

Nun er liegt in seiner Krippen,
ruft zu sich mich und dich,
spricht mit süßen Lippen:
„Lasset fahrn, o liebe Brüder,
was euch quält; was euch fehlt,
ich bring alles wieder.“ (EG 36,5)

Ich wünsche Ihnen viel Weihnachtsfreude und ein gesegnetes Neues Jahr.
Pfarrerin Friederike Fritz

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