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EBSW - Wort auf den Weg 1/2016

„U: „Er ist auferstanden, er ist nicht hier ...“
Markus 16, 1-8

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade haben wir das Osterfest gefeiert. Es ist eine schier unglaubliche Geschichte, der Bericht von der Auferstehung Jesu Christi. Nicht umsonst ist diese Botschaft so umstritten, seit sie verkündigt wird. Sind jene Frauen und Männer wirklich Jesus begegnet - nach seinem schrecklichen Sterben? Könnte es nicht sein, dass sie nur ihre Hoffnung weitergegeben haben, weil sie in ihrer Erwartung enttäuscht wurden?

Wer Argumente gegen die Wirklichkeit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten sucht, wird sie finden. Wer sich jedoch auf die Botschaft jener Frauen und Männer einlässt, die uns die Auferweckung Jesu bezeugen, wird erstaunliche Erfahrungen machen - trotz aller Fragen, die uns immer wieder einholen und trotz allem Zweifel, der uns überfällt.

Das Osterevangelium, wie es uns Markus bezeugt, berichtet nichts vom lieblichen Staunen über ein Wunder. Es beschreibt das Entsetzen vor dem Unbegreiflichen. Das Osterevangelium berichtet nicht nur von einem unfasslichen Geschehen. Es lädt ein zum Vertrauen auf das Wort des auferstandenen Jesus Christus.

Die Frauen, die sich in der Frühe des Tages nach dem Sabbat auf den Weg machten, waren davon überzeugt: Jesus liegt im Grab. Es ging jetzt nur noch darum, den Toten herzurichten, was zur sonst üblichen Zeit nicht gemacht werden konnte. Selbstverständlich war das. Sorge machte den Frauen nur der Stein. Da waren sie zu schwach, um einzugreifen. Der Stein verschloss das Grab. Er markierte die Grenze zwischen Leben und Tod. Schluss zeigt er an, der Stein. Und so reagieren die Frauen geradezu mit Entsetzen auf das, was sie beim Anbruch des neuen Tages erleben: Der Stein ist weg! Sie wagen den Schritt in die Grabeshöhle - und statt eines Toten sehen sie einen jungen Mann in einem weißen Gewand. Der spricht sie an und sagt: „Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“ Das hatten die Frauen nicht erwartet. Darauf waren sie nicht vorbereitet.

Doch das ist die Botschaft von Ostern: Der Gekreuzigte lebt! Die Macht des Todes ist gebrochen! Christus ist auferstanden!

Ostern ist die neue Schöpfungstat Gottes. Der Tod hat nicht das letzte Wort, so schrecklich er sich auch noch zu gebärden vermag. Das Vertrauen in die Osterbotschaft macht gewiss darin: Uns steht das Leben bevor! Der Tod hat uns verloren. Welche Kraft der Hoffnung wächst uns da zu. Und welche Freiheit bekommen wir da, lähmender Resignation zu wehren.

Ich grüße Sie alle herzlich mit dem Wunsch, dass uns die Osterfreude begleiten möge,

Ihr Pfarrer Manfred Bittighofer
Vorsitzender des EBSW

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