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EBSW - Wort auf den Weg 3/2013

Liebe Mitglieder und Freunde des EBSW!

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“ Seit 370 Jahren begleitet das Lied nun schon die Menschen im Advent. Es ermuntert uns, die Türen weit zu öffnen für den, der kommen will, damit er Fülle und Freude auch noch in das armseligste und traurigste Leben bringe.

„Macht hoch die Tür!“
Haustüren, Fabriktore, Stalltüren, Gartenpforten, Ladentüren. Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Türen gibt es an den Orten, wo wir leben.
Wenn sie alle auf einmal geöffnet würden, ginge ein Wind und ein Brausen durch die Häuser. Nichts bliebe mehr an seinem Platz.
Wenn alle zugleich abgeschlossen würden, käme das Leben vollständig zum Erliegen.
Wenn alle immer zugleich offen stünden, wo fänden wir dann Rückzug, Schutz, Geborgenheit?
Unsere Wohnorte, unsere Häuser, unser Öffentliches und unser Privates leben davon, dass man Türen öffnen und schließen kann.

Viele Menschen erleben, dass sich ihnen oft mehr Türen verschließen als sich öffnen. Und wenn uns das widerfährt, dann neigen die meisten von uns dazu, auch innerlich dicht zu machen, unsere Herzenstür zu verschließen. Damit nichts und niemand mehr uns noch verletzen könne. Oft merken wir gar nicht, oder erst viel später, wie sehr wir uns damit selber am meisten verletzen. Weil unser Herz lebendig sein will, weil es sich berühren und bewegen lassen will.

Nun aber ist uns angekündigt: Es kommt einer, der eure Herzen trösten kann und sie wieder weit machen will, indem er mit euch all euer Herzeleid trägt.

Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Herzen schlagen an den Orten, wo wir leben.
Wenn wir sie alle hören könnten, die fröhlichen, die sehnsüchtigen, die einsamen, dann wäre das ein kaum endendes Konzert.
Wenn sie alle zugleich verschlossen wären, dann würden unsere Orte grau und kalt.
Wenn sie sich eins ums andere öffneten, dann, ja dann ...

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Pfarrerin Tabea Frey

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© 2014 by EBSW | Zuletzt geändert am: 10.4.2018