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EBSW – Wort auf den Weg 1/2026

Liebe Mitglieder und Freunde des EBSW,
liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie diesen Rundbrief vor sich haben, stehen wir vor den höchsten Festtagen des christlichen Glaubens: Karfreitag und Ostern. Sie erzählen uns vom Sterben und von der Auferstehung Jesu.

Kennen Sie den „ungläubigen Thomas“? Er ist einer der 12 Jünger Jesu, einer, der Jesu Kreuzigung miterlebt hat. Einer, dessen Träume und Hoffnungen auf eine bessere Welt damit gestorben sind.

Warum nennt man ihn den „ungläubigen“? Als man ihm erzählte, Jesus sei auferstanden, die anderen Jünger hätten ihn gesehen, konnte er sich das nicht vorstellen. Er weigerte sich, das einfach so zu glauben. Acht Tage lang trug er diese Zweifel mit sich, und ich kann ihn sehr gut verstehen. Wie soll das denn möglich sein – tot ist doch einfach tot.

Aber der Evangelist Johannes berichtet, dass Jesus dann seinen Jüngern erneut erschienen ist, auf wunderbare Weise im verschlossenen Raum. Dieses Mal war Thomas dabei. Und Jesus kannte seine Zweifel, ob das denn real sei, was die anderen und er da erleben. Seinen Augen wollte Thomas nicht trauen, deshalb durfte er mit seinen Händen Jesu Wundmale fühlen. Dann erst konnte er erkennen: „Mein Herr und mein Gott!“

Die Antwort Jesu ist unser aktueller Monatsspruch für den April 2026:
Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! (Joh 20, 29).

Liebe Sehende und Nichtsehende – wir sind heute alle in derselben Situation: Wir können Jesus nicht sehen. Wir können ihn auch mit unseren anderen Sinnen nicht erfassen. Wir können weder seine Stimme hören noch seinen Körper fühlen und abtasten. Für uns alle ist dieses Wort Jesu gedacht: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Glauben heißt vertrauen – auf Gott vertrauen. Sich darauf verlassen, dass Gottes Liebe stärker ist als der Tod und größer als all unsere Zweifel.

Wie viele Menschen haben seither erleben dürfen, dass Jesus in ihrem Leben an ihrer Seite ist! Ein Jesus, der selbst gelitten hat bis in den Tod. Der uns versteht, wenn auch wir leiden. Wir brauchen keine Augen, um seine Kraft und Hilfe zu spüren. Wir dürfen einfach glauben. Dürfen beten, dürfen danken oder klagen, was eben gerade in unserem Leben dran ist, und erleben, dass Jesus lebendig bei uns ist.

Wir feiern Ostern, weil aus Ungläubigen Gläubige geworden sind, die vom auferstandenen, lebendigen Jesus erzählt haben, der bei uns ist und uns das wahre Leben schenkt. Ich wünsche uns allen, dass wir wie sie Gläubige und darin Selige sein dürfen.
In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Pfarrerin Irmela Burkowitz

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© 2014 by EBSW | Zuletzt geändert am: 14.3.2026