Das Logo des EBSW

Evangelischer
Blinden- und
Sehbehindertendienst
Württemberg e.V.

Internationales Blindenzeichen

EBSW in Punktschrift

Diakonisches Werk Württemberg

Startseite

Kalender

Kontakt

Spenden

Impressum

EBSW - Berlinreise 2017

Berlin war eine Reise wert!

Berlin, so sagt der Volksmund, ist immer eine Reise wert. So fanden sich am Morgen des 31. Mai am Stuttgarter Hauptbahnhof 26 reisefreudige Personen ein, um eine Städtetour nach Berlin anzutreten.

Weil unser Zug mit mehr als einer Stunde Verspätung in Berlin ankam, konnten wir im „Lazarushaus“, unserem Quartier in der Bernauer Straße, nur kurz unser Gepäck abstellen, denn es war eine Info und Besichtigung bei der „Gedenkstätte Berliner Mauer“ geplant. Eine Museumspädagogin brachte uns die Zeit des geteilten Berlins nahe. Anschließend besichtigten wir bei Sonnenschein die Reste der Mauer. Wir alle waren erleichtert darüber, dass diese Zeit vorüber ist.

Nach dem Abendessen erklärte uns am Brandenburger Tor eine sehbehinderte Berlinerin die berühmten umstehenden Gebäude.

Am Donnerstagmorgen, nach Andacht und Frühstück, wurden wir durch den Berliner Dom geführt, die größte evangelische Kirche Deutschlands. Bemerkenswert dabei ist, wie viel Marmor aus aller Welt der letzte Kaiser Deutschlands (Kaiser Wilhelm II) verbauen ließ. Die darunterliegende Gruft mit 98 Grabmälern der Nachkommen der Hohenzollernfürsten hat uns sehr beeindruckt.

Der Nachmittag umfasste einen besonders traurigen Teil der deutschen Geschichte. Wir waren am Holocaust-Mahnmal und dem darunterliegenden „Ort der Information“, in dem u.a. Abschiedsbriefe zu sehen waren. Der Gang durch die vielen Stelen am Denkmal hinterließ bei vielen ein beklemmendes Gefühl.

Die Spree-Schiffsfahrt am nächsten Vormittag brachte eine gute Gelegenheit, sich vom Schiffsführer die am Ufer liegenden Gebäude mit geschichtlicher Bedeutung erklären zu lassen.

Nach dem Mittagessen durften wir die Kuppel im Reichstag begehen. Dabei konnten wir die Umrisse der bedeutsamen Bauten auf Reliefkarten ertasten und mittels speziellem Audioguide ergänzende Informationen erhalten. Bei der anschließenden Führung durch das Reichstagsgebäude waren wir auch im Plenarsaal und konnten eine Vorstellung von der Sitzordnung der Regierungsmitglieder und der Abgeordneten bekommen.

An diesem Abend war ein Besuch der Philharmonie mit einem Konzert der Berliner Philharmoniker vorgesehen. Schon lange waren die Eintrittskarten hierfür gebucht worden. Die Akustik und das Orchester unter dem Dirigenten Sir Simon Rattle begeisterten viele unserer Gruppe.

Beim Frühstück am Samstagmorgen mussten wir leider feststellen, dass es regnete. Wir fuhren danach nach Zehlendorf zum Alliiertenmuseum. Dort erhielten wir eine Führung. Wir wurden insbesondere an die Zeit der Berliner Blockade 1948 - 49 erinnert und konnten kleine abgeworfene Kohlensäcke oder Kinderkleider bzw. -spielsachen betrachten. Die sog. „Rosinenbomber“ haben damals alle lebensnotwendigen Dinge nach Westberlin eingeflogen.

Der Samstagnachmittag war zur freien Verfügung. Beim Zusammensein am Abend haben wir uns in Gesprächen über das Erlebte ausgetauscht.

Der Weg am Pfingstsonntag-Vormittag führte uns zur Sophienkirche. Dort wohnten wir einem Gottesdienst, umrahmt mit Orchester und Gesang, bei. Der Nachmittag war für die Rückreise nach Stuttgart vorgesehen.

Wir haben in dieser kurzen Zeit viel erleben dürfen und möchten Ingrid Haag und Pfarrer Dr. Grötzinger für die Ausarbeitung dieser schönen Reise ganz herzlich danken.

Sigrid Munk

nach oben

© 2014 by EBSW | Zuletzt geändert am: 10.4.2018