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EBSW - Bericht von der Freizeit im Berchtesgadener Land 2017

Das Berchtesgadener Land rief!

Durch Zufall wurde ich auf den ESBW aufmerksam. Sie bieten auch Freizeiten an. Ich überlegte: Soll ich mich zu dieser Freizeit anmelden? Ich kenne ja niemanden! Werde ich in einer Gemeinschaft (die sich ja alle kennen) aufgenommen? Welche neuen Erfahrungen erwarten mich? Wie ist eine Gruppe Sehbehinderter unterwegs? Trotz meiner Bedenken habe ich mich angemeldet!

Am 10. September trafen wir uns am Stuttgarter Bahnhof Gleis 16. Ich war extra früh da. Die Leiterin und vier Personen standen schon da. Ich wurde warmherzig, als ob wir uns schon kennen, begrüßt. War das wohltuend! Ich gehörte einfach schon dazu, fühlte mich nicht mehr fremd, wurde ins Gespräch einbezogen.

18 Personen reisten problemlos nach Teisendorf mit Umsteigen in München. Nach einem Kaffee Im „Chiemgau Kolping Hotel“ bezogen wir unsere Zimmer. Nach dem Abendessen gab es eine Kennenlernrunde und, wie jeden Tag, einen Impuls.

Wir hatten täglich ein Programm: Wir besichtigten das Hofbräuhaus Traunstein, eine Alphornwerkstatt und nach einer 3,5 km langen Wanderung das Moor- und Torfmuseum Rottau. Wir waren im Nationalparkzentrum Berchtesgaden, wo wir viele Tiere anfassen, Vogelstimmen hören und alle Jahreszeiten nachspüren konnten. Einen Tagesausflug nach Salzburg mit Stadtführung und Besuch der Festung Hohensalzburg durfte nicht fehlen. Auch fuhren wir mit dem Schiff auf dem Chiemsee und bekamen eine Führung auf der Fraueninsel. Es war ein reichhaltiges Programm.

Mit einem Kanon vor dem Frühstück haben wir gemeinsam den Tag begonnen, nach dem Frühstück hörten wir Berggeschichten aus der Bibel zum Nachdenken. Wir sangen miteinander und hörten Psalmen, die auf unsere Zeit und in heutiger Sprache umgeschrieben waren.

Ich habe für mich sehr viel mit nach Hause genommen. Die Jüngeren unter uns hadern nicht mit ihrem Schicksal. Sie gehen mit großer Selbstverständlichkeit mit ihrer Behinderung um. Jeder ist hilfsbereit und ich wurde verstanden.

Wir waren eine gute Gemeinschaft. Meine Bedenken waren bald verschwunden. Zu dieser Gemeinschaft möchte ich gehören und es war mir ein Bedürfnis, in diesen Verein aufgenommen zu werden.

Ich danke allen für das gute Miteinander. Der größte Dank gilt Annette Harter-Dieterle. Sie hat ein Gespür, wo Hilfe notwendig ist und wo wir uns selbständig auseinandersetzen müssen.

Ellen Mattausch

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